Grundschule Dietrichsfeld
Inklusion

Schon seit √ľber zwei Jahrzehnten bietet die Grundschule Dietrichsfeld vielf√§ltige M√∂glichkeiten, Kinder mit den unterschiedlichsten Voraussetzungen im Lernen zu unterst√ľtzen.

Bereits im Jahr 1987 begann an der GS Dietrichsfeld eine sonderp√§dagogische Grundversorgung durch eine Kooperation mit der Fr√∂belschule (heute Schule am B√ľrgerbusch, F√∂rderschule Schwerpunkt Lernen), die Mitte der 90er Jahre in die Arbeitsform ‚ÄěRIKO“ (Regionalen Integrationskonzeptes der Stadt Oldenburg)
umgewandelt wurde und bis heute im Sinne der Inklusion weitergef√ľhrt wird.

Die erste Integrationsklasse an der GS Dietrichsfeld startete im Jahr 2003 und weitere wurden erfolgreich bis ins Jahr 2009 in der Grundschule gef√ľhrt.

Auf der Grundlage des Regionalen Integrationskonzeptes der Stadt Oldenburg (RIKO) und innerhalb der Integrationsklassen konnten  Kinder mit einem sonderp√§dagogischen Unterst√ľtzungsbedarf im Bereich Lernen oder geistiger Entwicklung nicht nur an den entsprechenden F√∂rderschulen, sondern auch an der Grundschule gef√∂rdert werden.

Im Zuge der beginnenden Inklusion werden dar√ľber hinaus auch Kinder mit anderen F√∂rderschwerpunkten pr√§ventiv (z.B. Unterst√ľtzungsbedarf ‚ÄěEmotionale-soziale Entwicklung“, ‚ÄěH√∂ren“, ‚ÄěK√∂rperlich-motorische Entwicklung“), aber auch bei bereits festgestelltem Unterst√ľtzungsbedarf gef√∂rdert. Diese Kinder werden √ľberwiegend im Rahmen des Klassenverbandes unterrichtet. Ihre Aufgaben werden an ihre F√§higkeiten und M√∂glichkeiten angepasst. Insgesamt sind sie gut integriert und erfahren im Unterricht und in den Betreuungs-Angeboten nicht nur fachliche, sondern auch soziale und sprachliche Anregungen. In Teilbereichen zeigen sie oft vergleichbare Leistungen wie die anderen Kinder.

Um eine Überforderung zu vermeiden erhalten sie zudem je nach Förderbedarf individuelle Arbeitspläne. An diesen Arbeitsplänen sollen sie in den Übungsphasen des Klassenunterrichts, in den Hausaufgabenzeiten sowie in der Kleingruppe im Förderunterricht arbeiten.

Der Förderunterricht wird von einem Förderschullehrer (14 Stunden) und einer Förderschullehrerin (18 Stunden) erteilt. Während des Förderunterrichts

‚ÄĘ werden Aufgaben zus√§tzlich handelnd erarbeitet

‚ÄĘ werden durch besondere Lernmittel zus√§tzliche anschauliche Hilfen gegeben

‚ÄĘ werden Aufgaben sprachlich intensiv erarbeitet

‚ÄĘ k√∂nnen die h√§ufig auch in ihrer Konzentration und Aufmerksamkeit beeintr√§chtigten Kinder mit SFB ausdauernder arbeiten als im Klassenverband

‚ÄĘ steht der kontinuierliche Aufbau eines zuverl√§ssigen und selbstst√§ndigen Arbeitsverhaltens und die Schaffung von Erfolgserlebnissen im Mittelpunkt

‚ÄĘ erhalten Kinder mit Unterst√ľtzungsbedarf die f√ľr ihre schulische Entwicklung wichtige besondere Zuwendung durch die F√∂rderschullehrkraft. Auch f√ľr Kinder, die im emotionalen und sozialen Bereich besonders auff√§llig sind kann es zeitweise sinnvoll sein, ihnen im Rahmen einer Kleingruppe eine r√§umliche R√ľckzugsm√∂glichkeit zu geben.

Die erste Kooperationsklasse an der Grundschule Dietrichsfeld wurde im Schuljahr 2008/2009 eingerichtet. Hier werden Kinder der Schule an der Kleiststraße, einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung, nach Möglichkeit gemeinsam mit Grundschulkindern beschult.

Seit dem Schuljahr 2011/2012 gibt es die Bem√ľhungen, j√§hrlich eine Kooperationsklasse einzuschulen.
Den Klassen steht je ein Raum mit K√ľchenzeile zur Verf√ľgung. Zwei Gruppenr√§ume werden als Therapier√§ume genutzt (Ergotherapie, Logop√§die und Physiotherapie).

F√ľr die Pflege ist ein rollstuhlgerechter Sanit√§rbereich eingerichtet worden.

Die Kooperationsklassen werden täglich von je einer Förderschullehrerin / einem Förderschullehrer und je einer Pädagogischen Mitarbeiterin der Schule an der Kleiststraße unterrichtet.
Die Sch√ľler werden von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr und seit diesem Schuljahr donnerstags bis 15.00 Uhr beschult.

Die Kooperationsklassen sollten maximal 6 Sch√ľlerInnen aufnehmen und davon maximal zwei Rollstuhlkinder. Die Gr√∂√üe der Grundschulklassen sollte zun√§chst 22 Sch√ľler nicht √ľberschreiten, um das gemeinsame Lernen in einem Klassenraum zu erm√∂glichen.

Die Kinder werden ihren Bed√ľrfnissen entsprechend nach dem Kerncurriculum der F√∂rderschule unterrichtet, k√∂nnen und sollen aber durch ihre r√§umliche N√§he gemeinsamen Unterricht mit Grundschulkindern erfahren und mit ihnen lernen. Entsprechend finden w√∂chentliche Teambesprechungen der Klassenleitungen und Mitarbeiter statt, um die gemeinsamen Anteile zu besprechen und zu planen. Insofern gibt es im Tagesverlauf nicht nur in den Pausen Gelegenheiten, sich gegenseitig zu erleben und miteinander zu spielen, sondern auch gemeinsame Lernsituationen. Da die Kinder sehr unterschiedliche Lernvoraussetzungen und Bed√ľrfnisse haben, kommt es dabei auch vor, dass in Abh√§ngigkeit zu Themen oder Aktivit√§ten nur einzelne Kinder selbstst√§ndig oder in Begleitung am Grundschulunterricht teilnehmen.

Die gr√∂√ütm√∂gliche Selbstst√§ndigkeit der Kinder und Selbstverst√§ndlichkeit im Umgang miteinander sind das √ľbergeordnetes Ziel.

In regelmäßigen Abständen nimmt die Kooperationsklasse auch an Aktivitäten der Schule an der Kleiststraße teil (Weihnachtsfeier, Sportveranstaltungen u.v.m.), so dass der Kontakt zur Stammschule erhalten bleibt.

Die Inklusion und Kooperation stellen derzeit parallele Arbeitsformen dar. Im Zuge der Ver√§nderung der Schullandschaft im Sinne der Inklusion bem√ľhen sich die Jahrgangsteams um eine deutlichere Verzahnung der Systeme.

Dennoch liegt es im Interesse aller Beteiligten folgendes zu ber√ľcksichtigen:


So viel Gemeinsamkeiten wie m√∂glich, so viel R√ľckzug wie n√∂tig.


Jedes Kind an der Grundschule soll entsprechend seinen Voraussetzungen gef√∂rdert werden. F√ľr diesen Anspruch bedarf es aber auch ausreichender personeller und r√§umlicher Ausstattung.

(hier Link NWZ Artikel ‚ÄěContainer“)

Momentan sind die r√§umlichen Bedingungen nicht ausreichend, so dass F√∂rdersequenzen teilweise bereits im Flur stattfinden m√ľssen. Au√üerdem fehlt es in den Klassen im Sinne einer inklusiven Beschulung an M√∂glichkeiten, r√§umlich differenzieren zu k√∂nnen. Die Klassenr√§ume sind klein und es gibt nur noch wenige Gruppenr√§ume.

Wir warten dringend auf die Entscheidung der Stadt Oldenburg, sich zeitnah konzeptionell mit unserem Modell und den verschiedenen Möglichkeiten der Förderung, die an dieser Schule angeboten werden, dahingehend auseinander zu setzen, dass eine weitere erfolgreiche Arbeit möglich ist!

Inklusion im Unterricht

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